Interaktivität und Storytelling entscheidend für das Eintauchen in virtuelle Welten

von Donnerstag, den 26. Mai 2016

Mediennutzer tauchen besonders stark in virtuelle Welten ein, wenn sie sich in dieser künstlichen Realität möglichst frei bewegen können, viele Interaktionsmöglichkeiten haben und ihre Aufmerksamkeit durch eine spannende Geschichte und den Einsatz von optischen und akustischen Signalen intelligent gesteuert wird. Zu diesem Ergebnis kommt Christian Kaulich, Absolvent des Masterstudiengangs Mobile Marketing, in seiner Abschlussarbeit mit dem Titel „Immersion und Interaktion in Virtual Reality Anwendungen“.

In der Master-Thesis erarbeitete Christian Kaulich zunächst einen Katalog von Kriterien, die darüber entscheiden, inwieweit sich ein Nutzer als Teil einer virtuellen Welt fühlt. Fachleute bezeichnen diese emotionale Reaktion als Immersion. Einfluss auf das Immersionsempfinden haben laut Kaulich demnach insgesamt knapp 40 Faktoren. Um überhaupt von Virtual Reality (VR) sprechen zu können, ist zum Beispiel eine dreidimensionale Perspektive oder die Berücksichtigung der Kopfbewegung nötig. Besonders wichtige Faktoren sind darüber hinaus die Bewegungsfreiheit, die Interaktivität und das Storytelling. „Je spannender die Geschichte ist, je neugieriger Nutzer auf die virtuelle Umgebung sind, je mehr Interaktionsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, desto höher das Gefühl der Immersion“, schreibt Kaulich.

Mit dem Jet-Pack fliegen oder in die Rolle von Iron Man schlüpfen

In einem zweiten Schritt übertrug Christian Kaulich den Kriterienkatalog auf Apps aus verschiedenen Anwendungsbereichen, zum Beispiel Gaming oder Marketing. Ergebnis: Die Apps erreichten über alle Kriterien hinweg durchschnittlich lediglich einen so genannten Immersionsgrad von 55 Prozent – es gibt also noch ein erhebliches Verbesserungspotenzial. Den höchsten Immersionsgrad hatte mit 81 Prozent die Gaming-App Omega Agent, bei der Nutzer mit einer Art Jet-Pack durch eine virtuelle Welt fliegen. Im Bereich Marketing überzeugte Kaulich die App „Battle for Avengers Tower“ am meisten. Bei der Anwendung schlüpfen die Nutzer in die Rolle von Iron Man und durchleben eine Action-Szene. „Das Ziel der App, die emotionale Vermarktung des Films ‚The Avengers‘, wird durch die räumliche Geräuschkulisse, Spannung und sehr guten visuellen Effekte erreicht“, schreibt Kaulich.

Der Markt für Anwendungen im VR-Bereich stehe erst am Anfang, werde sich in den kommenden Jahren aber rasant entwickeln, prognostiziert Christian Kaulich. Man könne von zahlreichen weiteren Anwendungen und Weiterentwicklungen in den nächsten Jahren ausgehen. „Das Potenzial, welches diese Technologie in den unzähligen theoretisch denkbaren Einsatzszenarien bietet, wird (…) in Zukunft Schritt für Schritt eröffnet.“ Kaulichs Arbeit liefert in diesem Zusammenhang einen wichtigen Beitrag zu Konzeption, Design und Entwicklung von VR-Apps.

Die Masterarbeit können Interessierte auf unserer Website als PDF herunterladen.

Virtual Reality erlebt derzeit dank technischer Innovationen einen Entwicklungsschub. Die Technik steht unmittelbar vor dem Durchbruch. (Symbolbild: Fotolia/ArtFamily)

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