Keine Digitalisierung ohne Information Retrieval und Text Mining

von Dienstag, den 28. August 2018

Am vergangenen Lehrwochenende gaben Ute Mader und Andreas Senfter ihr Debüt als Lehrkräfte an der Leipzig School of Media. Im Studiengang Crossmedia Management unterrichteten sie das Modul „Information Retrieval und Text Mining“. Trockene Kost aus der Informatik? Nicht so bei Mader und Senfter! „Es ist für die Studierenden der Sprung ins kalte Wasser. Aber mit der richtigen Mischung aus Theorie und Praxis kann jeder diese Systeme nutzen“, sagt Senfter.

Information Retrieval und Textmining sind zwei wichtige Methoden, die bei der Entwicklung von Wissensmanagementsystemen zum Einsatz kommen. Auch im Alltag begegnen uns diese Arten des Datenabrufs immer wieder. Wer bei Amazon zum Beispiel ein Buch zu einem bestimmten Thema sucht, bekommt eine Liste vorgeschlagen. Die Vorschläge in dieser Liste entstehen auch dadurch, dass Kurzbeschreibungen verschiedener Bücher darauf geprüft werden, ob sie in einem semantischen Kontext zu dem gesuchten Begriff stehen. Auch die Tastaturen von Smartphones arbeiten mittlerweile mit lernfähigen Algorithmen, die errechnen können, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Wort auf das andere folgt - und uns so schon beim Tippen von Nachrichten im Instant-Messaging-Dienst WhatsApp oder beim Schreiben von Emails Vorschläge für das Folgewort machen.

Wer in Zukunft bei Medienhäusern oder Unternehmen dafür zuständig sein will, digitale Projekte zu konzipieren und zu managen, kommt an diesen Systemen nicht mehr vorbei. Darum werden die Grundlagen von Information Retrieval und Text Mining im Studiengang Crossmedia Management vermittelt. Mit Andreas Senfter und Ute Mader konnte die Leipzig School of Media dafür zwei Experten gewinnen, die reichlich Erfahrung aus der Praxis mitbringen.

Informatiker Andreas Senfter ist Experte für Text Mining

Andreas Senfter ist Informatiker und beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit den Themen Text Mining, Text Classification und diversen Suchtechnologien. Er begleitete die Umsetzung und Einführung solcher Projekte bei mehreren großen Medienhäusern und der größten deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. „Es geht nicht darum, dass die Studierenden in Zukunft Programme zur Informationsrückgewinnung selbst entwickeln können, aber sie sollten sie nutzen können“, erklärt Senfter. Während des dreitägigen Seminars übernimmt er die Aufgabe, die theoretischen Grundlagen von Information Retrieval und Text Mining zu vermitteln. Mithilfe von Graphiken und Rechenaufgaben bringt er den Studierenden die Systeme Stück für Stück näher. Immer wieder lockert er den schweren Stoff auf, indem er Beispiele aus dem Alltag oder sogar Filmzitate einbindet. Bei den Studierenden kommt das gut an und zwischendurch bleibt viel Zeit für Nachfragen.

Information Retrieval im praktischen Einsatz beim WDR

Ute Mader beschäftigt sich mit den gleichen Themen, kommt aber aus einer anderen Fachrichtung. Nach dem Studium der Linguistik absolvierte Mader ein Aufbaustudium zur Informationsspezialistin. Seit 2002 ist sie in der Rechercheabteilung des Westdeutschen Rundfunks tätig und beschäftigt sich dort mit der Steuerung von Pressedatenbanken aus sprachlicher und fachlicher Sicht. Am dritten Tag des Lehrwochenendes übernimmt Mader und erklärt den Studierenden die Pressedatenbank des Westdeutschen Rundfunks genauer. Mithilfe von sogernannten Clustern lässt sich über die Datenbank beispielsweise herausfinden, wie oft über welches Thema berichtet wurde. „Wir sehen zum Beispiel: Alle fünf Jahre wird der Niedergang des Kinos vorausgesagt. Doch er tritt nie ein“, sagt Mader und zeigt anhand einer dynamischen Graphik die Anzahl von Berichten zum Thema Kinosterben. Nach diesem Verfahren lassen sich auch die Texte von Presseagenturen eines bestimmten Datums nach Themen clustern. So ist es möglich, zu erfahren, welche Themen an diesem Tag eine besonders große Rolle gespielt haben.

Fit für die digitale Zukunft mit dem Masterprogramm Crossmedia Management

Für die Studierenden des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Crossmedia Management ist dies nur eins von insgesamt zehn Modulen, die sie auf den Berufsalltag vorbereiten sollen. In den anderen Seminaren werden ihnen auch soziale und semantische Web-Technologien näher gebracht oder die Grundlagen des crossmedialen Produzierens vermittelt. Diese Kenntnisse machen sie fit, um am digitalen Wandel teilzunehmen und E-Business-Strategien für eine Vielzahl von Branchen zu entwickeln. Für die Absolventen dieses Masters eröffnen sich beispielsweise Berufsmöglichkeiten in der Mediengestaltung und Medienproduktion, in der Medien- und Informationstechnik, in der Öffentlichkeitsarbeit sowie in Marketing und Vertrieb. Eine Anzahl von maximal 15 Studierenden pro Jahrgang garantiert eine optimale Lernatmosphäre. Bewerbungen sind übrigens noch bis zum 30. September 2018 möglich.

 

>> Informationen zum Masterstudiengang Crossmedia Management

Foto des Dozenten Andreas Senfter

Information Retrieval und Text Mining als Studieninhalte für zukünftige Crossmedia Manager

Foto des Dozenten Andreas Senfter

Informatiker Andreas Senfter ist Experte für Text Mining, Text Classification und diverse Suchtechnologien.

Foto der Dozentin Ute Mader

Ute Mader vom Westdeutschen Rundfunk beschäftigt sich mit der Steuerung von Pressedatenbanken aus sprachlicher und fachlicher Sicht.

Foto von Studierenden des Masterstudiengangs Crossmedia Management an der Leipzig School of Media

Die Studierenden im berufsbegleitenden Masterstudiengang Crossmedia Management werden fit gemacht für den digitalen Wandel.

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