Mobile Journalism: "Die Skepsis geht zurück"

von Freitag, den 12. Januar 2018

Das Smartphone wird als Werkzeug für Journalisten immer wichtiger. Dies gilt zunehmend auch für Liveberichterstattung im Fernsehen und in Social Media. „Am Ende geht es um ein starkes Bild, egal wie es gemacht wird“, sagt der freie Journalist Sven Knobloch, der als mobiler Reporter unter anderem für den MDR unterwegs ist. Ende Februar ist Knobloch an der Leipzig School of Media im Seminar Mobile Journalism zu Gast.

Sven Knobloch war bereits dutzende Male als Handy-Reporter unterwegs. Der Journalist ist sicher, dass die Hemmschwelle beim Einsatz des Smartphones als Produktionsmittel in den vergangenen Jahren spürbar abgenommen hat: „Ich merke, dass sich immer mehr Redaktionen mit dem Thema befassen. Die Skepsis geht zurück. Das liegt zum einen daran, dass die Technik immer besser und einfacher wird. Zum anderen haben sich auch die Sehgewohnheiten der Zuschauer verändert. Das Ansehen von Handyvideos gehört heute für jeden zum Alltag.“

Erste Einsätze bei Pegida

Seine ersten Einsätze als mobiler Reporter hatte Knobloch ab Ende 2014 bei Pegida-Demonstrationen in Dresden. Während der laufenden Proteste sei das Interesse an aktuellen Informationen enorm gewesen. Ab Frühjahr 2015 habe das Twitter-Projekt Straßengezwitscher in Echtzeit berichtet, der MDR immer öfter live getickert. „Die Gemengelage war sehr sensibel, was Nachrichten anging. Die Redaktionen waren darauf angewiesen, Bilder und Informationen sofort und nicht erst zur Sendezeit zu haben“, erinnert sich Knobloch. Zunächst musste er noch zwingend mit dem eigenen Handy drehen. Doch in diesen Wochen und Monaten schaffte die Nachrichtenredaktion MDR Aktuell als Auftraggeber dann auch die nötige Ausrüstung für seine mobilen Reporter an.

Social Media befördern Mobile Reporting

Heute sind die sozialen Netzwerke die Treiber des Wandels. Mehrfach ist Sven Knobloch inzwischen mit Facebook Live auf Sendung gewesen. „Das ist natürlich auch kritisch zu sehen, weil man sich als Journalist in eine Abhängigkeit eines undurchsichtigen Großkonzerns begibt. Aber das Gute daran ist, dass die Leute dich direkt sehen. Da steht kein Link dazwischen, der erst gedrückt werden muss“, sagt Knobloch. Außerdem sei die Technik einfach zu bedienen und die Bilder sofort öffentlich.

Sven Knobloch arbeitet neben seiner Reportertätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig. Er ist Programmdirektor von Mephisto 97.6 und koordiniert das Wahlfach Hörfunk am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft. Beim Intensivseminar Mobile Journalism (19. bis 21. Februar) wird er den Teilnehmer ausführlich von seinen Praxiserfahrungen berichten.

Sven Knobloch im Einsatz als mobiler Reporter bei einer (Anti-)Legida-Demonstration im September 2017. Bild: Screenshot vom Facebook-Kanal MDR Sachsen

Sven Knobloch im Einsatz als mobiler Reporter bei einer (Anti-)Legida-Demonstration im September 2017. (Bild: Screenshot vom Facebook-Kanal MDR Sachsen)

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